Presse
Goslarsche Zeitung, 8. Juni 2009 Von Werner Beckmann Eine hell strahlende Sternstunde Faszinierende Bühnenpräsenz: (...) Ein knisternder Spannungsbogen sprühte zwischen Dirigent, Orchester und Solistin auch bei Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 in c-moll op. 37. Mit Eiji Oue und der jungen Pianistin Yu Kosuge beherrschten zwei Protagonisten die Bühne, die zwischen Leichtigkeit und Leidenschaft eine große Klangwelt erschufen. Gerade einmal 26 Jahre alt gehört Yu Kosuge in die Riege der ganz großen jungen Pianisten. Und wenn denen bisweilen vorgehalten wird, sie seien technisch perfekt, doch fehle es ihnen an der tiefen inneren Beziehung zu ihrer Musik, so trat Yu Kosuge den faszinierend-fesselnden Gegenbeweis an. In perfekte Harmonie mit dem Orchester entfaltete sich das Opus 37 zu seiner ganzen, fast schon sinfonischen Größe. Jubelnder Applaus. Zugaben, die noch mehr Applaus forderten und erhielten. Die Musiktage haben einen neuen Publikumsliebling.
Kieler Nachrichten 19.04.2009 | 19:16 Uhr | kn | Christian Strehk ..... Vielmehr sind es die mal zärtlichen, mal überschwänglichen Echos im herrlichen, ebenfalls vom Anfang zwanzigjährigen Genie stammenden g-Moll-Klavierkonzert op. 25, die das phantastisch vielseitige Spiel der japanischen Solistin Yu Kosuge im Orchester auslöst. Die technisch vollkommen über den Dingen schwebende Pianistin zeigt sowohl Sinn für den energisch aufbrausenden Ernst des Beginns wie für die gewitzte Brillanz des Finales. Ganz besonders eindrucksvoll, zauberhaft poetisch und erfüllt zelebriert sie aber die lyrischen Kontraste und den langsamen Mittelsatz, in sich gekehrt und mutig abgelöst vom starren Zeitkontinuum, jeweils als kostbares „Lied ohne Worte“ - wie die begeistert eingeforderte Zugabe. Auf die bevorstehende Zusammenarbeit mit dieser jungen Mendelssohn-Expertin darf sich Altmeister Seiji Ozawa freuen wie einst Goethe auf den Felix.
Fränkischer Tag Erlangen-Höchstadt vom 07.04.2009, S. 20 Supertalente der Klassik Markus Häggberg, Burgkunstadt Eine familiäre Atmosphäre bescheinigte Yu Kosuge der Alten Vogtei. Kosuge gibt weltweit 40 Klavierkonzerte im Jahr. Sie weiß, welche Orte familiär sind und aus ihrem Mund klang es wie ein Lob. So wie sie, stammt auch Shunske Sato (Violine) aus Tokio, so wie sie gilt auch er als Supertalent der Klassik. Die Zuschauerzahl bewies, dass man in der Alten Vogtei begierig war, diese beiden jungen Musiker zu erleben.
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