Presse

 

Landeszeitung Lueneburg

17. Mai 2011

(.....) Den Solopart in Schumanns Konzert fuer Klavier und Orchester spielte Weltklasse-Pianistin Yu Kosuge. Sie taucht mit Hingabe in romantische Klangwelten ein. Die japanische Virtuosin hat die Weihen beruhmter
Konzertsale erfolgreich bewaltigt. Schumann lag bei ihr in besten Handen. Alles, was der Komponist verlangt, erfullt sie in Perfektion. Ihr Ton drangt, perlt, pocht dynamisch, schwebt im Pianissimo, braust gelegentlich zum machtigen Forte auf, zeigt sich lyrisch versponnen und als kolossales Maestoso. Dirigent Christoph-Mathias Mueller lotste die Instrumentalisten souveran uber jede Klippe.

 

Eckernfoerder Zeitung
Wunderbare Synthese aus Orchester und Solistin

7. Mai 2011, von Reimer Pohl

(...) Mitgebracht hatten die Musiker eine hochkaratiger Solistin: Yu Kosuge, die bereits mehrfach in Eckernforde aufgetreten ist. Hier, beim letzten Konzert der Saison 2010/2011, glanzte sie mit dem Klavierkonzert in a-moll op. 54 von Robert Schumann (1810-1856).
Sehr gefuehlvoll, aber auch beherrschend ging sie den Klavierpart an, immer in vollkommener Kongruenz mit dem Orchester. Auch bei Verzogerungen und Beschleunigungen gab es keine Differenzen, beide Klangkorper schienen oft eine Einheit zu sein. Die Finger der jungen Kunstlerin wirbelten nur so uber die Tasten. Sie zeigte eine absolute Treffsicherheit und bewies eine exorbitante Anschlagstechnik, die auch die feinsten Ton-Nuancen hervorzauberte. So war schon die Interpretation des Kopfsatzes ein Hochgenuss. Weich und anschmiegsam kam das Andantino, in dem die tiefen Streicher ein wunderschones Motiv boten. Auch im Finale zeigte sich Yu Kosuge hoch konzentriert bis zum letzten Ton und bis in die Fingerspitzen. Das war eine phanomenale Leistung, die auch dem Orchester unter der engagierten und klaren Stabfuhrung Muellers zugesprochen werden muss. Reicher Beifall belohnte die Musiker. Yu Kosuge spielte als Zugabe "Der Dichter spricht" aus Schumanns "Kinderszenen".

 

Der Standard

Hustenfreie Begeisterung
Yu Kosuge und die Camerata Salzburg mit Top-Qualität

30. Juli 2010, von Heidemarie Klabacher

(...)Dazwischen aber ereignete sich Wundersames: Ivo Pogorelich musste krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Innerhalb von 24 Stunden ist die 1983 in Tokio geborene Pianistin Yu Kosuge eingesprungen, und siehe da: Sie verzauberte mit Chopins Zweitem Klavierkonzert, ungeheure Energie steckte in den kontrolliert gesteigerten Crescendi, in den expressiven, aber nicht laut gehämmerten Fortepassagen. Im Larghetto hätte man die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören können, so gebannt war das Publikum von dem feinen, doch kraftvoll gesponnenen pianistischen Rankenwerk. Dieses Nichthusten war mehr als ein Kompliment: Es zeigte, dass hier eine Künstlerin ihr Publikum gepackt hatte.

Die Chopin-Konzerte sind Virtuosenkonzerte, bei denen das Orchester die zweite Geige spielt; für Yu Kosuge war der Orchesterpart dennoch viel mehr als ein Klangteppich. Die vielen kleinen und kleinsten Dialoge des Soloklaviers mit den Holzbläsern etwa - besonders mit dem Fagott, aber auch mit den Klarinetten - waren berührten als Augenblicke intensiven Austauschs. Nach der Pause saß Yu Kosuge im Publikum - und gab, rundum fröhlich, Autogramme. (Heidemarie Klabacher / DER STANDARD, Printausgabe, 30.7.2010)